Häufige Fragen
Was ist Passar?
Passar ist das neue digitale Warenverkehrssystem des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG). Es löst e-dec für alle Zollanmeldungen ab. Passar 1.0 umfasst Ausfuhr und Durchfuhr und ist seit dem 1. Januar 2026 obligatorisch. Passar 2.0 (Einfuhr) wird ab dem 2. Quartal 2026 schrittweise eingeführt. Passar 3.0 wird die überwachten Verfahren und die verbleibenden Papierformulare digitalisieren.
Brauche ich eine Passar-Software, oder kann ich die Web-Oberfläche des BAZG nutzen?
Das BAZG bietet eine kostenlose Web-Oberfläche für Anmelder mit geringem Volumen. Unternehmen, die mehr als einige wenige Anmeldungen pro Woche einreichen, benötigen in der Regel entweder eine per API angebundene Software, einen Zollspediteur oder eine autonome Lösung wie Zolli. Die Web-Oberfläche setzt für jede einzelne Anmeldung einen menschlichen Anmelder voraus, der in Tarif, Ursprung und Verfahren geschult ist.
Wie unterscheidet sich Zolli von einem Zollspediteur?
Ein Zollspediteur ist eine Person oder ein Unternehmen, das Anmeldungen in Ihrem Auftrag einreicht — Sie warten weiterhin auf dessen Verfügbarkeit und zahlen pro Anmeldung. Zolli ist Software: Sobald Ihre ERP-Daten bereit sind, reicht Zolli die Anmeldung autonom ein. Zollspediteure können Zolli auch selbst als Anmelde-Engine einsetzen, um zu skalieren, ohne weitere Anmelder einzustellen.
Wie unterscheidet sich Zolli von bestehender Zollsoftware?
Herkömmliche Zollsoftware ist eine Benutzeroberfläche, die ein menschlicher Anmelder bedient — sie setzt nach wie vor vier gleichzeitig erfüllte Bedingungen voraus: bereitstehende Daten, Zoll-Fachwissen, menschliche Verfügbarkeit und manuelle Eingabe. Zolli beseitigt drei davon: Erforderlich sind nur bereitstehende Daten. Zolli läuft zudem als paralleler Test neben Ihrem aktuellen Prozess, bevor Sie sich festlegen.
Welche Daten benötigt Zolli aus meinen Systemen?
Alles, was Ihr ERP, WMS, OMS oder TMS ohnehin für einen Auftrag, eine Sendung oder eine Rechnung erzeugt — Zolli passt sich an Ihre Daten an, nicht umgekehrt. Konnektoren bestehen für direkte API, EDI, E-Mail und Excel-Trigger. Beispielhafte Datenlayouts werden in der 15-minütigen Demo besprochen.
Ist Zolli vom BAZG zugelassen?
Zolli reicht Anmeldungen über die offiziellen Passar-Schnittstellen des BAZG ein, und die erzeugten Dokumente sind die Standardausgaben (PAEAD, PAIAD, TSAD, PADTS, digitaler EUR.1), die auf ePortal.admin.ch sichtbar sind. Zolli ist Mitglied der BAZG-Arbeitsgruppe AG SW Passar und steht im direkten Austausch zur Passar-Umsetzung.
Was kostet der Parallel-Run-Pilot?
Der Parallelbetrieb ist kostenlos. Ihr bestehender Prozess reicht weiterhin produktiv auf ePortal.admin.ch ein, während Zolli dieselben Anmeldungen in der Testumgebung auf ePortal-a.admin.ch einreicht. Sie vergleichen die Ergebnisse und entscheiden, ob Sie wechseln — ohne Verpflichtung.
Welche Anmeldetypen deckt Zolli heute ab?
Stand 16. Mai 2026: vollständige Ausfuhr (PAEDS zu PAEAD), vollständige Einfuhr (PAIDS zu PAIAD mit Abgaben und Mehrwertsteuer), alle vier Durchfuhr-Szenarien sowie digitale EUR.1-Warenverkehrsbescheinigungen (CH in die EU). Die News-Timeline auf der Startseite listet den Rollout-Verlauf je Meilenstein auf.
Was ist ein PAEDS, PAEAD, PAIDS, PAIAD, PATDS, TSAD, PADTS, GDRN oder MRN?
Jedes davon ist ein Passar-Nachrichten- oder Dokumenttyp, der im Schweizer Zollprozess verwendet wird. Das Zolli-Glossar definiert jeden einzelnen davon im Detail, samt der Rolle, die er von der Einreichung der Anmeldung bis zur endgültigen Veranlagungsverfügung spielt.
Wo hat Zolli seinen Sitz und wer betreibt es?
Zolli wird von der KikoSpace AG betrieben, Burgstrasse 28, 8750 Glarus, Schweiz (UID CHE-113.539.846). Gegründet wurde es von Dzmitry Kryvashei. Das Schweizer Patentgesuch CH000619/2026 wurde am 1. Mai 2026 beim IGE/IPI in Bern eingereicht.
Ersetzt Zolli meinen Zollspediteur?
Das kann es, muss es aber nicht. Viele Kunden betreiben Zolli als ihre primäre Engine und behalten einen Zollspediteur für spezielle Sonderfälle. Auch Zollspediteure selbst setzen Zolli intern ein, um ihr Anmeldevolumen zu skalieren.
Welche Sprachen unterstützt Zolli?
Die Produktoberfläche, die erzeugten Dokumente und der Kundensupport decken Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch ab — die Landessprachen der Schweiz sowie Englisch für internationale Hauptsitze.
Alle Passar-Begriffe im Detail: Glossar.